Stadt, Land, Flucht? Bayern wächst und wächst. Doch nicht alle Gegenden profitieren davon. Der kleine Ort Waldthurn versucht, Landleben attraktiver zu machen.

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Die größten Probleme tragen die Hausnummern 2, 7 und 13. Traurig und verlassen stehen die wuchtigen Gebäude da, die einst mehrere Generationen alteingesessener Familien bewohnten und bewirtschafteten. Von den Buchstaben, die an einer der Fassaden den Schriftzug „Bierwirtschaft von Joseph Ebnet“ formen, ist die Farbe abgeblättert. Der Putz ist an vielen Stellen aufgeplatzt, die Fensterscheiben sind längst blind geworden. Im Schaufenster liegen alte Schwarz-Weiß-Fotos, die zeigen, wie schmuck die Häuser einmal waren. Grau und trist verfallen sie jetzt vor sich hin. Schandflecken am Marktplatz von Waldthurn, jenem kleinen Ort in der nördlichen Oberpfalz, von dem aus Prag näher ist als München und Pilsen näher als Regensburg. Und von dem Bürgermeister Josef Beimler sagt: „Früher waren wir am Ende der Welt. Heute sind wir mitten in Europa.“

Keine zehn Kilometer Luftlinie ist die tschechische Grenze entfernt. Und obwohl sich in dem 1895-Einwohner-Nest im Landkreis Neustadt an der Waldnaab einiges getan hat seit der Grenzöffnung, sagen viele: „Bei uns schaut’s schlimmer aus als in Tschechien.“ Sie meinen damit die verfallenen Gebäude in der Ortsmitte, für die sich keine Investoren finden, die eine Million Euro in ein Haus stecken, um dann die ortsübliche Quadratmeter-Miete von 3,80 Euro zu bekommen. Sie meinen aber auch die vielen Höfe, die nur noch von ein, zwei alten Leuten bewohnt sind, weil die Jungen zum Arbeiten weggezogen sind. Sie meinen damit, dass die meisten Waldthurner bis zu einer Stunde pendeln, weil es keine höher qualifizierten Arbeitsplätze gibt im Ort. Und dass dadurch jede Familie zwei Autos braucht, weil der Bus in die nächste Stadt nur zweimal am Tag fährt.

Waldthurn ist ein Paradebeispiel für einen Ort in Bayern, der in den nächsten Jahren weiter massiv schrumpfen wird. Um bis zu zehn Prozent wird die Bevölkerung dort abnehmen, hat der Demografie-Spiegel für Bayern errechnet. Schon jetzt ist ein Drittel der Waldthurner, die früher von der Landwirtschaft lebten, über 60 Jahre alt – Tendenz steigend. Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2002, sagt Bürgermeister Beimler, hat die Gemeinde gut 300 Einwohner verloren. Und das, obwohl die Bevölkerungszahl im Freistaat immer weiter zunimmt – und Bayern für Zuzügler so attraktiv ist wie nie. Aber es gibt eben auch Regionen, die davon nicht profitieren. „Wenn das so weitergeht, wird’s knapp mit der Finanzierung als eigenständige Kommune“, sagt Beimler, 64. Ein CSU-Politiker, der Waldthurn im Ehrenamt regiert und als Landwirt Chips-Kartoffeln züchtet, Mutterkühe hält, im Winter mit dem Schneepflug die Straßen räumt und im Sommer Ferienwohnungen vermietet.

Es ist schön in Waldthurn, die Landschaft ist hügelig, der Ort umgeben von Wald und Wiesen. Sehr idyllisch, sehr ländlich. Es gibt eine Grundschule mit 80 Kindern, den Kindergarten, die Kita. Im Winter läuft ein kleiner Skilift hinter dem Ort, im Langlaufzentrum sind die Loipen gespurt. An diesem warmen Tag liegen am Badeweiher ein paar Jugendliche, die bei den Eltern zu Besuch sind. Sie sind zum Studieren weggezogen, leben jetzt in Regensburg. Dort, wo es nicht nur die Uni und die größte Kneipendichte in Bayern gibt, sondern auch massenweise Ausbildungsplätze und Arbeitgeber, die junge Leute locken.

Außerdem Kinos und Konzerte, Theater und Shopping-Nächte. In Waldthurn gibt’s für junge Leute den Fußballverein, den Schützenverein und die drei Musikkapellen. Im Schaukasten vor der Kirche St. Sebastian, in dem die Vereine ihre Aktivitäten bekannt geben, hängt noch der Zettel, der auf die letzten Veranstaltungen des Ferienprogramms hinweist. Und einer, der für die Fahrt der Siedlergemeinschaft zum Weihnachtsmarkt nach Konstanz am Bodensee wirbt, für die die Anmeldung schon läuft.

Der Marktplatz aber ist wie ausgestorben an diesem Nachmittag. Kein Mensch verirrt sich dorthin, warum auch. Die Bäckerei Gollwitzer, die einzige im Ort, hat nur am Vormittag geöffnet. Und bald schon, heißt es, gar nicht mehr. Die Bäckersleute gehen in Rente, einen Nachfolger gibt es nicht. Die „Lottner Stubn“, eine neu renovierte, schicke Kneipe, die mit einem Sky-Anschluss wirbt, würde gerne eröffnen. „Wir finden aber keinen Wirt“, sagt Bürgermeister Beimler. Und er sagt auch: „Wir brauchen eine Belebung unseres Ortskerns, damit nachts wieder Licht brennt am Marktplatz.“

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Dabei scheint das Leben auf dem Land wieder attraktiv zu sein in Bayern. Unter den Großstädtern, die lange Zeit allenfalls mitleidig in die Provinz blickten, macht sich eine neue Landlust breit. Es boomen also nicht nur Hochglanzmagazine mit Titeln wie Landleben, Landliebe oder eben Landlust. Laut dem letzten Heimatbericht der Staatsregierung, der kürzlich vorgelegt worden ist, lebten zum Stichtag Ende Dezember 2016 rund 7,21 Millionen Menschen auf dem Land – ein Plus von einem halben Prozent bei einem gesamtbayerischen Bevölkerungszuwachs von 0,7 Prozent. Auf dem Land ist das Wohnen erschwinglich, die Luft ist gut, die Natur nah.

Nicht nur die Mieten sind niedrig, die Grundstückspreise sind es auch. Der Quadratmeter erschlossener Baugrund kostet in Waldthurn 40 Euro, in München dagegen etwa 1000 Euro. „Und wenn man eine Bohrmaschine braucht“, sagt Bürgermeister Beimler, „geht man bei uns nicht in den Baumarkt, sondern leiht sie sich vom Nachbarn.“ Annehmlichkeiten eines sozialen Umfelds, in dem im Gegensatz zur Anonymität der Großstadt jeder auf jeden schaut, was viele offenbar wieder schätzen. Bei der jüngsten ARD-Deutschlandtrend-Umfrage haben 40 Prozent der Befragten angegeben, dass sie am liebsten in einer Kleinstadt leben würden. Fast genauso viele, nämlich 38 Prozent, bevorzugen ein Leben auf dem Land. Und für nur mehr 21 Prozent der Befragten ist die Großstadt erste Wahl – obwohl das Kulturangebot dort größer, die Einkaufsmöglichkeiten vielfältiger und der Nahverkehr bequemer sind.

Trotz dieser neuen Liebe zum Land wird in Waldthurn pro Jahr nur ein Bauantrag gestellt – trotz eines kleinen Neubaugebietes am Ortsrand. Denn der Landkreis, in dem der Ort liegt, ist einer von vieren im Freistaat, in denen mehr Menschen abwandern als zuziehen. Weil die Gegenden am Rande Bayerns unter ähnlichen Problemen leiden wie Ostdeutschland, wo nach der Grenzöffnung die alten Industrien zusammengebrochen sind. Sie sind wirtschaftlich abgehängt, weil dort die Porzellan- oder die Glasindustrie aufgegeben hat. Neben Neustadt an der Waldnaab sind das Kulmbach in Oberfranken, Haßberge in Unterfranken und Amberg-Sulzbach in der Oberpfalz.

Landkreise, die in den nächsten Jahren noch kleiner werden, sagt Uwe Brandl, Präsident des Bayerischen Gemeindetags und neuerdings auch Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Er hat im Freistaat einige Problem-Gegenden ausgemacht: Das östliche Oberfranken, die östliche Oberpfalz und Teile Niederbayerns sind die „Hotspots“. Es gebe aber auch in Schwaben, in Oberbayern und in Mittelfranken einzelne Orte, die sich anstrengen müssten, um den Anschluss nicht zu verlieren.

„Die Politik muss aufhören, nur die Probleme zu beschreiben – und endlich etwas tun“, sagt Brandl. „Denn wir sind noch weit davon entfernt, dass die Metropolregionen und die ländlichen Räume gleichberechtigt sind.“ Dabei ist die Schaffung von „gleichwertigen Lebensverhältnissen und Arbeitsbedingungen“ sogar in der bayerischen Verfassung festgeschrieben. Eben weil fast zwei Drittel der Bevölkerung nicht in den Großstädten und deren Speckgürteln, sondern in der Provinz leben. Doch in der Vergangenheit lag der Fokus zu sehr auf den Städten, sagt Brandl. Zu viel Geld sei in die Ballungsräume geflossen – und zu wenig in den ländlichen Raum.

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Als Beispiele nennt Brandl den neuen Konzertsaal in München, für den das Geld ganz selbstverständlich zur Verfügung stehe. Oder den dreistelligen Millionenbetrag fürs Augsburger Stadttheater. Wieder Geld, das einer Großstadt zugutekommt. Man schütte gern das Füllhorn über Regionen aus, in denen man möglichst viele Menschen gleichzeitig erreicht, kritisiert Brandl. „Da würde ich zumindest erwarten, dass der Freistaat gleich große Beträge in die restlichen 200 bayerischen Gemeinden steckt.“ Um dort nachzuholen, was in den letzten Jahren versäumt worden ist: im Bildungsbereich zum Beispiel. Oder bei der Sanierung der Schwimmbäder oder der Sportanlagen.

„Der ländliche Raum hat so lange Probleme, solange die Ballungszentren so übermäßig und unkoordiniert mit dem Rest des Landes wachsen“, sagt der Präsident der Bayerischen Akademie Ländlicher Raum, Prof. Holger Magel, der seit Jahrzehnten für eine Balance in Bayern kämpft. Doch dazu müsse München aufhören, für sich zu werben. „Je mehr München baut, desto mehr Menschen ziehen zu“, sagt Magel. „Das ist nicht die Lösung, das ist nur ein Traum für die Stadtplaner, die Immobilien- und die Baubranche.“ München müsse den Zuzug klar begrenzen: keine neuen Baugebiete mehr ausweisen, keine Trabantenstädte mehr genehmigen. Wichtig ist, die Wohnungen dort zu errichten, wo Platz ist – auf dem Land. Es sei eine Mammut-Aufgabe für Staat, Kommunen und Wirtschaft, dort die Arbeitsplätze zu schaffen – was mit zunehmender Digitalisierung möglich sei. „Doch die Staatsregierung hat viel zu lange geschwiegen.“

Waldthurns Bürgermeister formuliert es noch drastischer: „Die Städtebauförderung muss komplett gestoppt werden.“ Der CSU-Politiker, der in seiner Partei immer wieder aneckt mit seinen klaren Worten, kämpft für seinen Ort. Er weiß, dass Waldthurn nicht nur gegen den verfallenden Ortskern, sondern auch für die Bewohner etwas tun muss. Schon 2007 wandte er sich deshalb mit einem Gemeindeentwicklungskonzept ans Amt für ländliche Entwicklung, um seine Gemeinde zukunftsfähig zu machen.

Dass der ländliche Raum stärker gefördert werden muss, hat die Politik inzwischen erkannt. Zu lange hat sie sich im Freistaat auf die Metropolen konzentriert, zu viele kleinere Kommunen sind durchs Raster gefallen. Auf dem Land machte sich das Gefühl breit, von der Staatsregierung und der CSU nicht mehr ernst genommen zu werden. Ministerpräsident Horst Seehofer hat dann versucht, das offenkundige Versagen seines Vorgängers Stoiber 2013 mit einem neuen bayerischen Super-Ministerium für Heimat und Digitalisierung zu korrigieren. An dessen Spitze: Markus Söder.

Der trommelt nun als Ministerpräsident in Zeiten des Landtagswahlkampfs noch lauter für die Provinz – und verspricht Fördersummen, wie es sie noch nie gegeben hat. Die EU-, Bundes- und Landeszuschüsse für die ländliche Entwicklung, die an die bayerischen Kommunen verteilt werden, lagen 2013 bei 87,7 Millionen Euro, 2017 bei 94,2 Millionen Euro. In diesem Jahr sind sie auf deutlich über 100 Millionen Euro gestiegen, wie das zuständige Landwirtschaftsministerium mitteilt. Summen, die die Ämter für ländliche Entwicklung, die es in jedem Regierungsbezirk gibt, schier überfordern. Weil sie mit dem Beraten der Gemeinden, dem Bearbeiten der Anträge und dem Auszahlen des Geldes nicht mehr hinterherkommen.

Waldthurns Bürgermeister ist Dauergast im Amt für ländliche Entwicklung. Er ist ein guter Rechner. Und er kann die Menschen mit seinen Ideen überzeugen. 1,14 Millionen Euro an staatlichen Zuschüssen hat er bisher für die Entwicklung von Waldthurn herangeschafft, weitere Millionen sind eingeplant. Als es Gelder für die Digitalisierung gab, war Beimler einer der Ersten, der zugeschlagen hat. „Bei uns führt zu jedem Hof ein Glasfaserkabel“, sagt er.

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Beimler ist stolz auf das, was er für Waldthurn herausgeholt hat. Und er ist überzeugt davon, dass die Einwohnerzahl seines Ortes nicht sinken, sondern gleichbleiben oder sogar zunehmen wird. Er lobt den Zusammenhalt in den 20 Ortsteilen, die Aktivitäten der Vereine und die 28 neuen Parkplätze, die zwischen Kirche und Friedhof entstanden sind, nachdem das alte Rathaus aus dem Jahr 1896 an der Stelle endlich abgerissen werden konnte. Hier parken jetzt die Kunden des Dorfladens, auch ein Projekt des Bürgermeisters. Das kleine Geschäft ist von 6.30 bis 18 Uhr täglich geöffnet – und zu einem neuen Mittelpunkt im Ort geworden.

An dem man sich zum Ratschen trifft, den Lottoschein abgibt, die Zeitung holt, einen Kaffee trinkt oder an der Kasse auch Geld abheben kann. Nachdem sich mit dem Edeka-Markt das letzte Lebensmittelgeschäft aus Waldthurn verabschiedet hat und der Versuch zweier ehemaliger Schlecker-Frauen gescheitert war, einen Tante-Emma-Laden aufzubauen, hat der Bürgermeister das Thema Nahversorgung selbst in die Hand genommen. Er hat eine Genossenschaft gegründet, sechs Verkäuferinnen eingestellt und seine Mitbürger gewarnt: „Der Laden kann nicht nur von dem leben, was ihr beim Aldi vergessen habt.“

Heute gibt es in den hellen Räumen der ehemaligen Sparkasse, die ebenfalls dichtgemacht hat, alles, was ein Lebensmittelladen anbieten muss: Bier und Wurst, Tiefkühlpizza und Putzmittel, Grillkohle und Eierlikör, Glückwunschkarten und Fischstäbchen. Die Leberkäs-Semmel kostet 1,50 Euro und das kleine Frühstück im Café vier Euro. „Uns fehlt nichts hier in Waldthurn“, sagt Verkäuferin Manuela Puff auf die Frage, ob sie sich benachteiligt fühlt auf dem Land. „Wir haben doch alles.“ Außer einem vernünftigen Personennahverkehr, „da wird es nie eine Gleichberechtigung zwischen Stadt und Land geben, das ist gar nicht möglich“. Für ihre Kinder aber könne sie sich nichts Schöneres vorstellen, als mitten in der Natur aufzuwachsen. Und wenn die Eltern ins Theater, zu einem Festival, zum Shoppen in die Stadt wollen? „Dann fahren wir halt hin“, sagt Manuela Puff. In einer Dreiviertelstunde seien sie in Regensburg, „so lange stehen die Münchner auch im Stau“.

Anzahl der Ärzte: 9343

Im Schnitt gibt es einen Arzt pro 1384 Einwohner.

Geschlechterverteilung: 59 Prozent der Ärzte sind männlich, 41 Prozent sind weiblich.

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Durchschnittsalter der Ärzte: 55,3 Jahre.

Das Leben auf dem Land – ein Traum für junge Familien also? „Bei uns schon“, ist Bürgermeister Beimler überzeugt. Vor allem auch, weil es noch einen Dorfarzt gibt in Waldthurn. Dr. Nikolaus Globisch ist zwar schon 70 Jahre alt, aber er praktiziert noch. Weil seine Nachfolgerin, die er mit viel Mühe in einem Nachbarort gefunden hat, noch mitten im Studium steckt. „Der Doktor ist ein Glücksfall für uns“, sagt Beimler. Ein Glück, das viele andere Orte oft nicht mehr haben. Dort wird für den, der alt ist und kein Auto mehr hat, ein Arztbesuch schnell zur Tagesreise. Als er vor fast 40 Jahren als junger Landarzt vom Chiemsee in den abgelegenen Ort am Eisernen Vorhang kam, war das Leben hier noch anders, erinnert sich Nikolaus Globisch.

Trist, einsam, langweilig. Wie es eben so ist am Ende der Welt. Globisch wohnt im Geburtshaus des Bürgermeisters. Über die Jahre ist Globisch mit Waldthurn zusammengewachsen. „Ich war fast in jedem Haus, in jedem Schlafzimmer, in jeder Küche“, sagt er. Und dass ihn an den Menschen mehr interessiert als die Frage, ob die Zahl der weißen Blutkörperchen stimmt. Ein Dorfdoktor der alten Schule, der auch am Samstag oder Sonntag seine Praxis aufsperrt. Der jederzeit erreichbar ist und in schneereichen Wintern vom Bürgermeister mit dem Unimog aus dem Straßengraben gezogen werden muss. Einer, der mit den Menschen lebt, die er behandelt – und für die er oft auch der Beichtvater ist. Darum kann er nicht aufhören, kann seine Patienten nicht im Stich lassen. Und darum ist es so schwer, für die Praxen auf dem Land junge Ärzte zu finden – die diese enge Bindung und diese Arbeitszeiten eben nicht mehr wollen.

Die nächsten Zuschüsse für Waldthurn hat Bürgermeister Beimler schon beantragt. Für ein neues Projekt der Staatsregierung, für das die Anträge gerade erst gedruckt worden sind. Es heißt „Innen statt außen“ und verspricht 80 bis 90 Prozent Förderung, wenn alte Häuser im Ortskern erhalten werden. Und dafür kein zusätzliches Neubaugebiet am Ortsrand entsteht, keine neuen Flächen versiegelt werden. Sein Plan: Er will in einem der leer stehenden Gebäude am Marktplatz kleine Wohnungen errichten. „Damit die Jungen und auch die Alten im Ort bleiben können“, sagt er.

Denn Mietwohnungen fehlen. Ein Problem, das viele ländliche Gemeinden haben, denen inzwischen nicht nur die junge Generation abwandert, sondern auch die alte, für die es keine Betreuungsmöglichkeiten gibt. In Waldthurn ist das anderes. Mitten auf dem Marktplatz hat 2014 ein Seniorenwohnheim eröffnet, das sich Gesundheitszentrum nennt. Dort, wo zwei alte Bauernhöfe jahrelang leer standen und verfielen, wohnen jetzt in unterschiedlich großen Wohnungen eines Neubaus 14 Seniorinnen und Senioren, 16 weitere kommen täglich in die Tagespflege. Es gibt einen Physiotherapeuten und eine Podologin im Haus. Und künftig auch ein spezielles Angebot für die Generation 60+: Ernährungskurse, Gedächtnistraining, Gymnastik, Kurse zur Sturzprävention.

„Wir schieben unsere Senioren nicht in ein Altenwohnheim an den Ortsrand ab“, sagt Bürgermeister Beimler. Sie sollen mitten im Ort wohnen, die Kirchturmglocken hören, mit dem Rollator eine Runde über den Marktplatz drehen. Ein Konzept, das aufgeht. Und das 2016 mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet wurde. Auch wenn anfangs die Bedenken für die „Wohngemeinschaft für Omas“ groß war, wie Stefan Hammerl, der Betreiber der Einrichtung, zugibt. Doch das ist längst vorbei. Und in die Häuser mit den Hausnummern 8 und 10 in Waldthurns Problemzone ist wieder Leben eingekehrt.

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